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Costa-Rica-Reise: Ein Gast erzählt

http://www.aima.ch/project/costa-rica/

Reisebericht von Mani Pflug

Der Informatiker und Journalist aus Bünzen nahm im Februar an einer unserer Rundreisen teil und schrieb seine Eindrücke und Erlebnisse auf. 

 

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Nach einem Zwölfeinhalbstunden-Flug von Zürich nach Costa Rica sind wir gegen 15.30 Uhr Ortszeit hart aber sicher in San José gelandet. Nach Pass und Zollkontrolle, die unkompliziert und speditiv verlaufen, wird es dann etwas chaotisch. Bis die ganze Reisegruppe sich gefunden hat, dauert es. Aber die angenehmen Temperaturen, Sonne und das quirlig-geschäftige Gewusel sorgen bei der Warterei für amüsante Unterhaltung.

Irgendwann ist es dann geschafft und es geht los in Richtung Hotel Barcelo Palma Real. Keine lange Strecke, aber der Verkehr ist so dicht und chaotisch, dass wir dafür fast eine Stunde brauchen.

Das Hotel ist . . . na ja. Unser Zimmer ist gross, sauber und ist erst mal laut. Weil es direkt an einen Partyraum grenzt. Sind wir auf die Nacht gespannt . . .

 

Der erste Ausflug

Trotz anfänglichem Lärm und Rambazamba haben wir letztlich eine eine ruhige erste Nacht verbracht. Nun also unser erster Tag in Costa Rica. Auf dem Programm steht der Besuch der Kaffeeplantage von Kathia Zamora. Schnell wird klar: wir müssen uns etwas umgewöhnen. Der Verkehr, das pulsierende, laute, chaotische Leben ist so anders als unser gemächlicher, ruhiger Schweizer Alltag. Nicht unangenehm, fremd halt. Von Kathia und unserem Reiseführer Stephane Dähler werden wir in die Welt des Kaffees eingeführt. Wir sehen alles rund um die Kaffeebohne, von der Anpflanzung und Gewinnung des Kaffees bis hin zu seiner Röstung. 

Die Reise geht weiter in die Region des Vulkan Poàs. Auf knapp 2000 Meter geniessen wir ein typisches Costa Ricanisches Essen mit Büffelwurst und Schweinefleisch.

Zurück in San José wollen wir noch das Stadtzentrum etwas näher kennenlernen. Ein spezielles Erlebnis . . . laut, tausende von Menschen, eine Mischung aus türkischem Basar und südamerikanischer Unordnung. Unglaublich. Wir sind froh, uns nach einer guten Stunde wieder in die Ruhe des Hotels zurückziehen zu können.

 

San Jose – Vulkan Irazú – Guàpiles

Wir verlassen San José um 8 Uhr morgens in Richtung Cartago, die ehemalige Hauptstadt Costa Ricas. Als erstes steht der Ausflug zum Vulkan Irazú auf dem Programm. Leider ist uns der Wettergott nicht gut gesinnt. Kurz vor Cartago beginnt es zu nieseln. Und wie höher wir mit unserem kleinen Reisbus kommen, umso dichter wird der Nebel und damit der Nieselregen. Eine kurze Zwischenphase mit etwas Sonne lässt nochmals Hoffnung auf eine Wetterbesserung aufkommen. Doch letztlich, vor dem geschlossenen Kassenhäuschen, auf einer Höhe von 3253 m.ü.M. ist klar, dass aufgrund der schlechten Wetterbedingungen ein Besuch des Vulkans nicht möglich ist. Stéphane, unser umsichtiger Reise(be)gleiter, lässt uns aber nicht einfach so die Rückfahrt nach Cartago antreten. Er organisiert Mais-Tortillas, feiner Kräuter-Frischkäse und für jeden ein Becher «Acua Dolce», ein warem Getränk mit Rohrzucker und Milch. Alles seeehhhr lecker.

Zurück in Cartago erwartet uns ein echtes Highlight . . .  Dank seiner guten Vernetzung und seinen Beziehungen sind wir zum Mittagessen zu Gast bei der Familie Cordoba, einer alteingesessenen Familie. Die Herzlichkeit, mit der wir empfangen werden, ist einmalig – und für uns «trockene», zurückhaltende Schweizer schon ungewöhnlich. Unsere kleine Gruppe geniesst nicht nur diese wunderbare Gastfreundschaft, sondern auch die feinen und mit grosser Liebe zubereitete costa-ricanischen Gerichte. Beeindrucken auch der Besuch  der «Basilica de Nuestra Señora de Los Angeles» mit «der kleinen schwarzen Madonna». Hunderte von Gläubigen, die sich hier Hilfe von «la Negrita» erbitten. Ein berührendes Erlebnis, das sich nur schwer beschreiben lässt. Am Nachmittag geht es dann mit dem Bus in Richtung Guàpiles, erst durch den Nebel-, dann durch den Regenwald. Beide machen übrigens ihren Namen alle Ehren. Es nieselt und regnet auf dem ganzen Weg bis zu unserem Hotel Suerre.

 

Guàpiles – Tortuguero

Das Reiseprogramm wird aufgrund der aktuellen Wetterlage umgestellt. Das hat mit dem vielen Regen der vergangenen Tage zu tun. Weil der Rio la Suerte schön viel Wasser hat, verschieben wird den Ausflug nach Tortuguero einen Tag nach vorne. Tortuguero, das das nahe an der Grenze zu Nigaragua liegt, kann nur mit dem Boot oder dem Flugzeug erreicht werden. Und der Rio la Suerte – Fluss des Glücks – macht mit viel, ganz braunem Wasser seinem Namen alle Ehre. Denn dank diesem hohen Wasserstand ist er befahrbar und verkürzt unsere Reisezeit nach Tortuguero um ganze zwei Stunden.

In Muelle de Paloma steigen wir also von unserem Bus in ein kleines, schmales Boot, das gerade etwas 20 Plätze hat. Die Fahrt ist ziemlich abenteuerlich. Einmal streift das Boot den Grund, dann neigt es sich in einer Kurve in eine ungemütliche Schräglage. Dazu giesst es immer wieder wie aus Kübeln . . . Aber es gibt auch ruhige Phasen, in denen wir Kaimane, Brüll- und Klammeraffen, Faultiere und unzählige tropische Vögel zu sehen bekommen. Dennoch – wir sind froh nach einer rund zweistündigen Bootsfahrt Tortuguero zu erreichen.

Was dann folgt ist ein weiters Highlight. Unser Boot macht bei der «Awamba Lodge» fest und wir steigen um in ein schwimmendes Restaurant. Service und Essen sind ein Klasse für sich. Ein Traum, den wir einfach nur geniessen.

Guàpiles – Veragua Rainforest Nationalpark – Puerto Viejo Limon

Das geplante Reiseprogramm wird auch heute wieder umgestellt. Das ist nicht etwas eine Kritik. Im Gegenteil. Unser Reisbeleiter Stéphane weiss genau, was er macht und die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass die Änderungen des Programms nie zum Nachteil von uns Reisenden sind.

 

Also . . . los geht’s um 8.30 Uhr in Richtung Süden. Auf dem Programm steht als erstes der Besuch des Veragua Rainforest Nationalparks. Ein Park für eine limitierte Zahl von Besuchern und gleichzeitig auch eine Forschungsstation. Hier wird die Entwicklung des Regenwaldes und die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt erforscht. Ein spannender und sehr interessanter Ausflug weitab der breiten Touristenströme.

Nach dem Mittagessen nehmen wir den zweiten Reiseabschnitt des Tages unter die Räder. Es geht runter an die karibische Küste und dort entlang bis in die Nähe der Grenze zu Panama – genauer nach Puerto Viejo. Das gehört zum Grossraum Limon, bekannt durch seinen Hafen, über den ein Grossteil der costa-ricanischen Exporte laufen. Ja, und dort checken wir im Hotel Almonds & Corals ein. Ein echtes Abenteuer, dieses Hotel. Die Bungalows mit den Zimmern liegen mitten im Wald. Alles ist offen, nur durch Moskitonetze und ein paar Vorhängen ist man von allerlei Viechern bzw. neugierigen Blicken geschützt. Wir sind auf die Nacht gespannt . . .  Die bisher gehörte Geräuschkulisse  –  von Vögeln und Brüllaffen  – ist vielversprechend. 

 

Zu Besuch bei Mateo

Eigentlich sollten wir heute nach dem Frühstück den Cahuita Nationalpark kennenlernen. Der nahegelegene Nationalpark ist ein beliebtes Ausflugsziel und hat denn auch entsprechend viele Besucher.

Wiederum dank seiner Beziehungen steht darum heute der Besuch bei Mateo, einem einheimischen (Lebens)Künstler auf dem Programm. Mateo ist 57, Musiker und lebt in einer einfachen Behausung in Puerto Viejo. Eine faszinierende Persönlichkeit, immer ein breites, sonniges Lachen auf dem Gesicht. Er erzählt von seinem Leben, seinem Vater, der am 15. Dezember 100 Jahre alt geworden ist. Und dass dieser, nur gerade einen Tag vor diesem grossen Tag, sein Zuhause durch einen Brand verloren hat. Kein Klagen, kein Jammern, kein Drama. Es kommt schon gut . . . !

Mateo erzählt nicht nur, er kocht auch für uns. Das erste Mal für fremde Besucher und das erste Mal für so viele Leute. Die Ruhe verliert er nicht eine Sekunde. Er lädt uns ein in seine bescheiden eingerichtete Küche, damit wir die letzten Arbeiten mitverfolgen können. Es gibt Reis mit Bohnen, Huhn und Patacones, das sind frittierte Kochbananen. Es schmeckt super – noch authentischeres Essen ist fast nicht möglich.

Und dann kommen seine Freunde und machen Musik – ihre Musik. Ein altes Banjo, ein Bass – bestehend aus einer 5-Liter-Pet-Wasserflasche, einem Stock und einer Schnur, dazu noch eine Trommel  –  das reicht. Ihre Musik geht unter die Haut, berührt, reisst mit und lässt Sorgen vergessen.  Wenn dann dazu noch eine feine Zigarre und ein Gläschen Rum kommen . . .

Zurück im Hotel wird die Zeit für einen unterhaltsamen Spaziergang zum Strand genutzt . . . !

 

Puerto Viejo Limon – Puerto Viejo de Sarapiquí

Es wird ein langer, vor allem mühsamer Tag. Wir fahren mit unserem kleinen Bus vom Süden zurück, an Guàpiles vorbei nach Porto Viejo de Sarapiquí. Das sind «nur» 230 km. In der Schweiz keine grosse Sache. Aber hier in Costa Rica ist das eine mindest sechsstündige Fahrt. Hunderte von riesigen Lastwagen, meist mit Kühlcontainern beladen, sorgen dafür, dass das Tempo tief bleibt. Überholen? Vergiss es. Die Strasse ist zweispurig und der Gegenverkehr genau so dicht wie auf unserer Seite.

Aber wir schaffen es dann doch noch unser erstes Tagesziel zu erreichen: den Palmherz Produzenten Corazón tierno. Palmherzen sind bei uns nicht bekannt. Sie ähneln von Geschmack und Aussehen dem weissen Spargel und sind im Glas oder als Büchsenkonserve erhältlich.

«Unser» Produzent gehört zu den kleineren; er setzt nicht auf Menge sonder auf eine top Qualität. Spannend die Führung durch die Produktion und sehr fein das Mittagessen – natürlich mit Palmherz.

Die weitere Fahrt zu unserem Tagesziel dauert zum Glück nicht mehr lange. Die kleine Stadt Puerto Viejo de Sarapiquí ist alles andere als touristisch. Quirlig, authentisch, voller Leben und südlichem Temperament. Viele kleine Läden säumen die Strasse. Verkauft wird alles möglich, teilweise in ulkigen Kombinationen. Vor einem Laden stehen Motorräder neben massiven Holzbetten, im Laden dahinter gibt es Waschmaschinen und TV-Geräte  zu kaufen . . .

Unser Hotel «El Bambu» ist für Erkundungstouren ideal im Zentrum des Städtchens gelegen. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich auch ausgiebig aus. Vor allem das grosse Angebot an Früchten hat es uns angetan.

 

Puerto Viejo de Sarapiquí und viele Ananas

Ein gemütlicher Start in den neuen Tag. Unser in jeder Beziehung super Reisebegleiter Stéphane Dähler lädt uns ein, die Ananas-Plantage seiner Familie zu besichtigen. Auf der Hacienda Roswitha – rund 350 ha gross – produzieren die Dählers pro Woche zwischen 300 und 500 Tonnen Ananas, die in alle Welt verschickt werden. Wir lernen nicht nur einiges über Anbau, Produktion und Ernte der «Königin der Früchte» kennen, sondern können auch noch einen Blick in deren Verarbeitung werfen. Da sind flinke Hände gefragt, Automaten sind auf «Roswitha» nicht zu finden. Das Projekt der Dählers beeindruckt – umso mehr, wenn bedenkt, mit welchen Schicksalsschlägen die Familie fertig werden musste.

 

Puerto Viejo de Sarapiquí – La Fortuna

Der Tag startet mit einer kurzen Fahrt in den Tirimbina Regenwald. Wir sollen dort etwas über die Geschichte des Kakao erfahren, wie Kakao gewonnen wird und was es braucht, bis aus den weissen Bohnen ein dunkles, süsses Getränk wird. Dazu besuchen wir die Stiftung «La Virgen», die sich für den Erhalt der Regenwälder einsetzt und die im Wald auch eine kleine Kakao-Plantage betreibt.

Aus wirtschaftlicher Sicht hat die Kakaoproduktion keine besondere Bedeutung in Costa Rica. Sie gehört aber dennoch zur Geschichte des Landes und ist deshalb – aber nicht nur – äusserst interessant.

Auf dem Weg durch den Regenwald kommt die Frage auf, ob Costa Rica auch Pfeffer produziert. Stéphane hat wie immer eine kompetente Antwort parat und stellt gleich die Frage, ob wir mal so eine Pfefferplantage besuchen möchten. Er kenne hier in der Nähe jemanden, der so eine Plantage betreibt und ruft ihn auch gleich an. Zwei Minuten später ist alles gebongt. Nach dem Mittagessen wird’s scharf . . .

Aber zuerst noch etwas zum Mittagessen. Mittlerweile ist klar, dass wir am Mittag nie in einem «normalen» Resraurant essen. Das ist auch heute nicht anders! Wir besuchen die Schweizer Stiftung Ecovida, deren Ziel der Schutz und Erhalt des Regenwaldes ist.Wir geniessen ein einfaches Essen, wie es die Arbeiter auf den Plantagen von zu Hause mitnehmen. Das ganze Menü ist in ein Bananenblatt eingepackt – Patagones, Yuka-Fladen und Kartoffel-Tortilla – und schmeckt ausgezeichnet.

Die anschliessende Fahrt zur Pfeffer-Plantage ist nur kurz. Wir lernen Don Petero und seine Frau kennen, die uns durch ihre Plantage führen. Ein Teil ihres Einkommens erarbeiten die beiden mit der Produktion von Palmherzen, der andere mit der Produktion von Pfefferkörner. Auch hier wieder viel Handarbeit, vom ziehen der Pflanze, über die Ernte der Körner und dem Trocknen. Es gibt weder Traktoren, noch sonst irgendwelche Maschinen. Nur die fleissigen Hände der Arbeiter. Und das fällt auf: die Costa-Ricaner sind äusserst arbeitsam und fleissig. Ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung, in südlichen Regionen dieser Welt gelte vor allem das «Dolce-far-niente». Nicht umsonst. Lernt doch in Costa Rica jedes Kind, wie wichtig Bildung und Arbeit ist. 

Die Fahrt geht weiter Richtung Vulkan Arenal. Das Städtchen am Fuss des Vulkans heisst La Fortuna und ist ausgesprochen touristisch. Zahlreiche Hotel bieten hier die Möglichkeit in warmen Quellen des Arenal zu baden und entspannen. Wir logieren für die nächsten drei Nächte im Hotel Arenal Paraiso. Die Zimmer sind kleine gemütliche Häuschen, in denen man sich schnell wohl fühlt. Und natürlich geniessen auch wir das Baden in den «hot Springs» des Hotels. Eines lässt allerdings hier zu wünschen übrig: die ganz allgemeine Infrastruktur . . . duschen am Morgen oder Abend ist in der Regel nur mit kaltem Wasser möglich und das versprochene WLAN  –  inexistent oder ultralangsam!

 

La Fortuna – Pequena Helvecia – La Fortuna

Heute besuchen wir die «kleine Schweiz» – «Pequena Helvecia». Der kleine Ort, etwas oberhalb des Arenalsees gelegen, könnte sehr gut statt in Costa Rica auch am Vierwaldstättersee liegen. Franz Ulrich und seine Familie haben hier eine einzigartige Symbiose von schweizerischen und costa-ricanischen Lebensstilen geschaffen. Häuser, die aussehen wie Schweizer Bauernhäuser, aber halt in costa-ricanischen Bauweise erstellt. Es gibt Simmentaler-Kühe, ein kleine Eisenbahn, die in einem Kehrtunnel um ein Kirchlein fährt, hoch zu einem Drehrestaurant. Und dort gibt es Zürich-Geschnetzeltes mit Maniok-Rösti, zubereitet und serviert von Cost-Ricanerinnen. Dass «Pequena Helvecia» – vor allem für Schweizer Touristen – in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt hat, wundert nicht wirklich.

Ein Besuch lohnt sich – auch für nicht Heimweh-Schweizer. Die Lage und die Aussicht auf den Arenal und den See sind genau so einmalig wie «Pequena Helvecia» selber.

 

La Fortuna

Der heutige Tag ist frei und wir können tun und lassen, was wir wollen. Stéphane wäre nicht Stéphane, würde er uns nicht einen Vorschlag machen, was wir den so tun könnten. Und so sieht dann das Programm aus: Wir fahren in einen Abenteuerpark in einem privaten Regenwald und dort vergnügt sich die eine Gruppe im Zip-Line-Fahren und die andere mit einer herrlichen Wanderung durch den Regenwald. Anschliessend individuelles Mittagessen in La Fortuna. Transport mit dem kleinen Bus nach La Fortuna und zurück ins Hotel inklusive . . .  Premium-Service à la Sptéphane!

 

Damit ist die eigentliche Pura Vida Rundreise hier zu Ende. Morgen fahren wir an die Pazifikküste in den Nationalpark Manuel Antonio. Auf dem Programm steht dann für rund drei Tage baden und relaxen.

 

La Fortuna – Manuel Antonio

Von  La Fortuna bis zum Nationalpark Manuel Antonio sind es rund 250 km. Der Weg führt über kurvige, teilweise sehr schlechte Strassen bis hinauf auf über 1200 m.ü.M und dann hinunter an den Pazifik. Für die relativ kurze Strecke brauchen wir über 5 Stunden. Wir sind also nicht unglücklich, als wir im Hotel Si Como No ankommen und den engen Bus verlassen können.

Die Gegend hier, von Jacó-Beach bis Manuel Antonio und wohl noch weiter südlich ist amerikanisch geprägt. Hier hat es auch zahlreiche amerikanische Touristen. Entsprechend sind die Restaurants. Zeitweise kommt man sich vor, als wäre man irgendwo in den Everglades in Florida  unterwegs.

Und noch etwas prägt diese Gegend: Palmöl-Plantagen. Sie sind riesig und neben dem Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in dieser Region.

Das Hotel Si Como No ist ein bisschen oberhalb des wunderschönen Strandes gelegen und bietet einen herrlichen Blick über ein Stück Regenwald auf das Meer. An den Strand kommt man aber leider nur mit einem Shuttle-Bus und der verkehrt nur stündlich. 

Es gibt im Umkreis von 500 Meter zwar einige Restaurants, die sind aber nur über die stark befahrene Hauptstrasse zu erreichen. und sind oft sehr laut. Trottoirs gibt es nicht. Also essen wir im Hotel. Da ist es ruhig und das Essen mehr als ok, die  Preise etwas günstiger als in der Schweiz.

 

Manuel Antonio

Wir wollen heute mal Manuel Antonio erkunden und nehmen nach dem Frühstück den Hotel-Shuttle zum Strand. Fazit nach gut vier Stunden Strandleben: absolut kein Muss . . . der Strand ist zwar hübsch, die Souvenir-Verkäufer dafür umso aufdringlicher. Alles sehr auf amerikanische Touristen ausgelegt. Morgen werden wir etwas anderes ausprobieren.

 

Manuel Antonio

Angie hat für heute Morgen eine Tier-Beobachtungstour gebucht und ist daher früh aufgestanden. Die Tour startet bereits um 7 Uhr im Manuel Antonio Nationalpark. Aber der frühe Tourbeginn hat sich offensichtlich gelohnt. Sie kommt vier Stunden später mit einigen aussergewöhnlichen Fotos zurück ins Hotel.

Den Rest des Tages verbringen wir mit süssem Nichtstun. Auf viel mehr fehlt die Lust – gemessene 34°, gefühlt sollen es 38° sein, sagt der Wetterdienst und das alles bei gut 90 Prozent Luftfeuchtigkeit!

 

Manuel Antonio – San José – Zürich

Heute heisst es Abschied nehmen. Von einem spannenden, vielschichtigem Land, von herzlichen, überaus freundlichen Menschen, von einer unglaublich vielfältigen Flora und Fauna, von den morgendlichen Weckrufen von Brüllaffen und Tukanen. Und vom sonnig-warmen Wetter.

Um 10 Uhr geht’s los zum Flughafen nach San José. Nur rund 170 km, für die wir aber gute 3 Stunden Fahrzeit benötigen. Dazu noch zwei Pausen, sodass wir gerade richtig zu Einchecken ankommen.

Der Flug zurück nach Zürich – problemlos und schnell. Dank kräftigem Rückenwind verkürzt sich die Flugzeit um eine Stunde und so landen wir am Samstag, 15.2. bereits um 09.40 Uhr – diesmal sanft und fein, dafür im Nebel. 

 

Ein erstes Fazit und wie weiter

Eine aussergewöhnliche Reise, an die wir uns noch lange und gerne erinnern werden.

Dass diese Reise zu einem einmaligen Erlebnis wurde, ist massgeblich unserem Reisbegleiter Stéphane Dähler und seinem Fahrer Ernesto zu verdanken. Nur ihre langjährige Erfahrung, Kompetenz und lokale Vernetzung haben es möglich gemacht, dass wir Costa Rica weitgehend abseits der grossen Touristenströmen kennenlernen und erleben konnten. Dafür und für ihr grosses Engagement gehört den beiden ein ganz grosses und dickes Dankeschön.

 

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