Florian Kuster: "Mein neues Leben in Costa Rica"

Wenn Florian Kuster über sein Leben erzählt, hört es sich an, als ob er aus einem Abenteuerroman vorliest. «Meine Geschichte ist alles andere als konventionell», sagt er und lacht.

 

Der Fotograf wuchs am Bodensee in der Nähe von Rorschach auf und absolvierte die Kaufmännische Ausbildung. Schon bald packte ihn aber die Abenteuerlust und er reiste für ein halbes Jahr in die Dominikanische Republik, um die Tauchausbildung zu machen. Seine Reise ging anschliessend weiter nach Guatemala, da er Spanisch lernen wollten. Dort lernte er seine heutige Frau kennen. «Das ist bereits vierzehn Jahre her», denkt er zurück. Einmal kehrte er für ein paar Monate zurück in seine alte Heimat, um Geld zu verdienen. «Ich arbeitete auf Baustellen oder in Tankstellenshops.» Je länger er unterwegs war, desto weniger vermisste er aber die Schweiz und wollte weiterziehen.

 

Ab in die USA
Mit dem Bus reiste er während zwei Monaten quer durch die USA und machte sich danach mit seiner heutigen Frau auf den Weg zu einer abenteuerlichen Reise durch Südamerika. «Wir waren mittels Couchsurfing unterwegs und lernten so die verschiedensten Menschen kennen.» Die beiden arbeitete bei diversen Projekten mit. «Später lebten wir auch eine Zeit lang in Guatemala wo wir eine Bäckerei in einem Indianerdorf eröffneten», erzählt Florian Kuster. Als sie Schwanger wurde zog das Paar in die Schweiz. Dort erfüllte er sich einen Traum: «Während der Wanderung auf dem Jakobsweg von der Schweiz bis nach Spanien wurde der Fotograf in mir geboren.» Ausgestattet mit einer kleinen «Schnappschusskamera» macht er sich alleine auf den Weg. «Teils sah ich tagelang keinen Menschen», erzählt er. Florian Kuster schrieb ein Buch über die Zeit auf dem Jakobsweg und hielt nach seiner Rückkehr viele Fotovorträge. Oft vor mehreren hundert Gästen. Er bekam eine Stelle in einem Büro in Zürich und arbeitete dort drei Jahre lang. In der Zwischenzeit kam sein zweites Kind zur Welt. Die Fotografie liess ihn aber nicht mehr los. An der Migros Clubschule und online besuchte Florian Kuster diverse Fotokurse und entdeckte je länger je mehr seine grosse Leidenschaft für sich. Und auch sein Talent. Mittlerweile hat er verschiedene Fotowettbewerbe gewonnen und seine Bilder werden weltweit in Magazinen veröffentlicht. Unter anderem auch im «National Geographic».

 

Neues Leben in Costa Rica

 

2013 war es dann soweit: Die junge Familie wanderte nach Costa Rica aus. «Wir wussten nichts über Costa Rica. Es ist sozusagen das ‘Lateinamerika für Einsteiger’ da vieles sehr europäisch ist. Und doch haben die Menschen Südamerikanische Werte. Die Mischung sagt uns sehr zu». Einen Kulturschock hatten die Kusters demnach keinen. «Wir wollten irgendwo gemeinsam neu anfangen. An einem Ort, der für uns beide fremd ist. In der Schweiz hatte ich meine Leute, in Guatemala sie ihr.» Er setzte voll auf eine Karte und wollte sich als Fotograf selbstständig machen. So ging er verschiedene Organisationen und Hotels an. Bietete kostenlose Shootings an um sich ein Portfolio aufzubauen. «Ich war wirklich sehr fokussiert und wollte das unbedingt schaffen.»

 

Foto-Reisen für Swiss Tropical Tourism
Er spezialisierte sich auf die «Wildilfe-Fotografie», arbeitete aber auch für Hotels, produzierte Filmprojekte und bot die Drohnen-Fotografie an. So lernte Florian Kuster auch Stéphane Dähler kennen. Seither leitete Kuster schon dutzende Male Fotoreisen für ihn und gemeinsam entwickeln sie aktuell eine eigene «Signatur-Foto-Reise» in der Florian Kuster die Reisenden nicht persönlich begleitet, sondern ihnen eine fix fertige Reise zusammenstellt. «Mittlerweile weiss ich, wo man als Hobbyfotograf auch gut alleine hin gehen kann», erzählt der Fotograf. Ob bei einer organisierten Bootsfahrt mit einem Fotokasten, beim Fotografieren bei einem «Feeder» der Vögel anlockt oder bei einem Spaziergang durch den Wald. An jeder Station erhalten die Individualreisenden Tipps von Kuster. Zum Beispiel, dass sie sich besser vormittags auf den Weg zu einer bestimmten Stelle machen, da dort das Licht zum fotografieren ab besten ist. «Innerhalb von zwei Wochen können die Reisenden bis zu 100 Vogelarten fotografieren», verspricht er. Seine Signatur-Reise führt von der Küste ins Hochland und ins Feuchtgebiet. «Man durchquert viele Klimazonen.»

 

 

Stéphane Dähler: «Wir möchten die Signatur-Reisen mit verschiedenen Costa-Rica-Experten aufbauen. So haben unsere Kunden die Möglichkeit, die Lieblingsreisen – mit vielen Geheimtipps - unserer Partner und erfahrenen Reiseleitern selbst zu erleben. 

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